{"id":43594,"date":"2021-06-24T14:30:00","date_gmt":"2021-06-24T14:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/discover.restek.com\/uncategorized\/methodenentwicklung-fur-die-in-line-sample-preparation\/"},"modified":"2026-01-28T22:30:08","modified_gmt":"2026-01-28T22:30:08","slug":"methodenentwicklung-fur-die-in-line-sample-preparation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/discover.restek.com\/de\/artikel\/fsar3550-de\/methodenentwicklung-fur-die-in-line-sample-preparation","title":{"rendered":"Methodenentwicklung f\u00fcr die In-Line Sample Preparation"},"content":{"rendered":"\n<p>Die In-Line Sample Preparation (ILSP) bietet die M\u00f6glichkeit zur automatisierten Probenaufreinigung, die zeitaufw\u00e4ndige, manuelle Prozesse wie QuEChERS oder SPE ersetzen soll. Wenn eine Restek Revive ILSP-Kartusche in einem f\u00fcr zweidimensionale LC-Anwendungen konfigurierten Ger\u00e4t installiert ist, h\u00e4lt sie koextrahierte Matrixkomponenten zur\u00fcck, die anschlie\u00dfend durch R\u00fccksp\u00fclen der Kartusche mit einem Waschl\u00f6semittel entfernt werden. Die R\u00fccksp\u00fclung erfolgt w\u00e4hrend der Analyse, so dass die ILSP-Kartusche zur Reinigung einer neuen Probe rechtzeitig vor der n\u00e4chsten Injektion wieder betriebsbereit ist. So entsteht ein hocheffizienter Arbeitsablauf, der den Probendurchsatz drastisch erh\u00f6hen kann. Die Revive ILSP-Aufreinigung ist hocheffizient und l\u00e4sst sich mit einer einfachen Fest-Fl\u00fcssig-Extraktion kombinieren, um Zeit und Geld zu sparen. In diesem Artikel wird ein einfaches Verfahren zur Methodenentwicklung f\u00fcr die In-Line Sample Preparation beschrieben, damit Laboratorien die Vorteile dieser leistungsstarken Technik nutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anforderungen an die Ger\u00e4tekonfiguration<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Verwendung der ILSP-Methode erfordert ein HPLC-Ger\u00e4t, das mit einer bin\u00e4ren oder quatern\u00e4ren Pumpe, einem Autosampler mit interner Nadelsp\u00fclung, einem S\u00e4ulenfach und einem Detektor ausgestattet ist. Wie in Abbildung 1 dargestellt, muss ein kompatibles Ger\u00e4t au\u00dferdem folgende Komponenten enthalten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eine unabh\u00e4ngige, isokratische Pumpe, die in der Lage ist, Waschl\u00f6semittel an die ILSP-Kartusche zu liefern.<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Hochdruck-6-Port-Ventil zur Steuerung des Flusses an die ILSP-Kartusche w\u00e4hrend der R\u00fccksp\u00fclung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wenn Sie Hilfe bei der Einrichtung Ihres Ger\u00e4ts ben\u00f6tigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Ger\u00e4tehersteller.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-custom-chromatogram-article-top\"><div class=\"chromatogram-article-placeholder\"><div class=\"figure-heading\"><strong>Abbildung 1:\u00a0<\/strong>Konfiguration der Komponenten f\u00fcr ein ILSP-taugliches HPLC<\/div><div class='chromatogram-article-inner-full'><div class=\"chromatogram-article-inner\">\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"626\" src=\"https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/\/figure-article-FSAR3550-01-1024x626.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20083\" title=\"-\" srcset=\"https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-01-1024x626.jpg 1024w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-01-300x183.jpg 300w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-01-768x469.jpg 768w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-01-1536x939.jpg 1536w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-01.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Methodenentwicklung<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie bei jeder anderen Methode der Probenvorbereitung m\u00fcssen die ILSP-Bedingungen f\u00fcr jede neue Liste von Zielanalyten bzw. f\u00fcr jede neue Probenmatrix evaluiert werden. Verwenden Sie den nachfolgend beschriebenen \u201eAnalyt-Pass-Through\u201c-Ansatz zur Methodenentwicklung f\u00fcr die In-Line Sample Preparation, um die optimalen ILSP-Bedingungen f\u00fcr Ihren spezifischen Assay zu bestimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim \u201eAnalyt-Pass-Through\u201c-Ansatz wird eine Revive ILSP-Kartusche verwendet, um die Zielanalyten zu eluieren, w\u00e4hrend st\u00f6rende Matrixkomponenten zur\u00fcckgehalten werden. Sobald alle Analyten die ILSP-Kartusche zur Trennung auf der analytischen S\u00e4ule durchlaufen haben, schaltet das Hochdruck-6-Port-Ventil um, und die Matrixkomponenten, die auf der ILSP-Kartusche zur\u00fcckgehalten wurden, werden mit dem Waschl\u00f6semittel von der unabh\u00e4ngigen Pumpe zur Entsorgung in den Abfall gesp\u00fclt. In den folgenden Schritten werden die geeigneten Bedingungen f\u00fcr die Ventilsteuerung und das Waschl\u00f6semittel f\u00fcr eine gegebene Methode festgelegt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>HINWEIS: Nachstehend gehen wir davon aus, dass eine geeignete chromatografische Methode f\u00fcr die Matrix und die Zielanalyten bereits entwickelt wurde. Wenn keine Analysemethode vorhanden ist, sollte zun\u00e4chst die analytische Trennung etabliert werden, bevor Sie fortfahren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><em>Schritt 1: Beladung der S\u00e4ule \u2013 Bestimmung der Retention der Analyten auf der ILSP-Kartusche<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p>In diesem Schritt soll gepr\u00fcft werden, wie lange es dauert, bis alle Zielanalyten von der Revive ILSP-Kartusche eluiert sind. Dadurch wird bestimmt, wie lange eine Probe durch die ILSP-Kartusche auf die analytische S\u00e4ule flie\u00dfen darf, bevor das Ventil zum ersten Mal umschaltet.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Konfigurieren Sie das Hochdruck-6-Port-Ventil wie in Abbildung 2 gezeigt, wobei an Stelle der analytischen S\u00e4ule ein Verbindungsst\u00fcck verwendet wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Injizieren Sie einen L\u00f6semittelstandard (ohne Matrix) der Zielanalyten auf die ILSP-Kartusche unter Verwendung der bereits vorhandenen mobilen Phase und der Gradientenbedingungen f\u00fcr die chromatografische Analysemethode. Denken Sie daran, alle MRM-Fenster nach Bedarf anzupassen.<\/li>\n\n\n\n<li>Lokalisieren Sie den zuletzt eluierenden Zielanalyten im resultierenden Chromatogramm. Der Zeitpunkt der vollst\u00e4ndigen Elution dieses Analyten ist der fr\u00fcheste Punkt, an dem das Ventil programmiert werden kann, von der Beladungsposition der analytischen S\u00e4ule auf die Waschposition der ILSP-Kartusche umzuschalten (wie in Schritt 2 und Abbildung 3 beschrieben). Um geringen Schwankungen in der S\u00e4ulenretention zwischen verschiedenen Chargen Rechnung zu tragen, sollten Sie 10-20 Sekunden zur Zeit addieren, die f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Elution des letzten Zielanalyten ermittelt wurde.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"wp-block-custom-chromatogram-article-top\"><div class=\"chromatogram-article-placeholder\"><div class=\"figure-heading\"><strong>Abbildung 2:\u00a0<\/strong>Ventilposition und Ger\u00e4tekonfiguration f\u00fcr Schritt 1<\/div><div class='chromatogram-article-inner-full'><div class=\"chromatogram-article-inner\">\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"466\" src=\"https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/\/figure-article-FSAR3550-02-1024x466.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20095\" title=\"-\" srcset=\"https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-02-1024x466.jpg 1024w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-02-300x137.jpg 300w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-02-768x350.jpg 768w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-02-1536x700.jpg 1536w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-02.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schritt 2: ILSP-Sp\u00fclung \u2013 Festlegung der Zusammensetzung des Waschl\u00f6semittels und der Bedingungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Der zweite Schritt bei der Methodenentwicklung f\u00fcr die In-Line Sample Preparation besteht darin, die geeignete Zusammensetzung des Sp\u00fcll\u00f6semittels sowie die optimalen Flussbedingungen und die Ventilsteuerung zu bestimmen. Damit soll sichergestellt werden, dass die zur\u00fcckgehaltenen Matrixkomponenten einer Injektion vor der n\u00e4chsten Injektion aus der Revive ILSP-Kartusche ausgesp\u00fclt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Stellen Sie ein anf\u00e4ngliches Waschl\u00f6semittel aus 2 mM Ammoniumformiat und 0.1% Ameisens\u00e4ure in Methanol her. Dieses L\u00f6semittel ist f\u00fcr viele Anwendungen geeignet, aber wie weiter unten erl\u00e4utert, m\u00fcssen aufgrund der anf\u00e4nglichen Ergebnisse m\u00f6glicherweise weitere Waschl\u00f6sungen in Betracht gezogen werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Ersetzen Sie einfach die mobile Phase B durch das hergestellte Waschl\u00f6semittel (Abbildung 3).<\/li>\n\n\n\n<li>Injizieren Sie ein Matrix-Blank mit einer Flussrate von 1 mL\/min auf die ILSP-Kartusche.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00dcberwachen Sie das Vorliegen der Matrix im Full-Scan-Modus oder, falls spezifische Matrixionen bekannt sind, im SIM-Modus (Selected Ion Monitoring).<\/li>\n\n\n\n<li>Notieren Sie die Zeit, die ein Gesamtionen-Chromatogramm (TIC) ben\u00f6tigt, um zur Basislinie zur\u00fcckzukehren, was anzeigt, dass die \u00fcberwachte Matrix vollst\u00e4ndig aus der ILSP-Kartusche ausgesp\u00fclt wurde.<\/li>\n\n\n\n<li>Dies ist die Zeit, die erforderlich ist, um die eingeschlossenen Matrixkomponenten vollst\u00e4ndig aus der ILSP-Kartusche auszusp\u00fclen. Diese Zeit sollte mit der Gesamtzeit des Analysezyklus verglichen werden.\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wenn die Matrix vor Abschluss des Analyselaufs vollst\u00e4ndig aus der ILSP-Kartusche ausgesp\u00fclt wird (Abbildung 4), muss die Waschmethode vermutlich nicht weiter optimiert werden und kann in die Gesamtmethode einprogrammiert werden. Dabei wird eine zweite unabh\u00e4ngige Pumpe verwendet, um den Fluss des Waschl\u00f6semittels (Pumpe C) durch die ILSP-Kartusche w\u00e4hrend einer tats\u00e4chlichen Analyse zu steuern.<\/li>\n\n\n\n<li>Wenn die Zeit, die ben\u00f6tigt wird, um die Matrix vollst\u00e4ndig aus der ILSP-Kartusche auszusp\u00fclen, l\u00e4nger ist als gew\u00fcnscht, sollte die Zusammensetzung des Waschl\u00f6semittels und\/oder die Flussrate optimiert werden, um die Effizienz zu verbessern.\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>F\u00fcr eine optimale Leistung wird empfohlen, die Pufferkonzentrationen zwischen 2-10 mM und die S\u00e4urekonzentrationen zwischen 0.1-0.5 % zu halten. Es ist darauf zu achten, dass es nicht zu Pufferausf\u00e4llungen kommt, wenn die ILSP-Kartusche mithilfe der mobilen Phase wieder auf die Anfangsbedingungen eingestellt wird.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>HINWEIS: Puffern Sie das Waschl\u00f6semittel nicht au\u00dferhalb des pH-Bereichs von 2-8.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-custom-chromatogram-article-top\"><div class=\"chromatogram-article-placeholder\"><div class=\"figure-heading\"><strong>Abbildung 3:\u00a0<\/strong>Ventilposition und Ger\u00e4tekonfiguration f\u00fcr Schritt 2<\/div><div class='chromatogram-article-inner-full'><div class=\"chromatogram-article-inner\">\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"466\" src=\"https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/\/figure-article-FSAR3550-03-1024x466.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20107\" title=\"-\" srcset=\"https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-03-1024x466.jpg 1024w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-03-300x137.jpg 300w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-03-768x350.jpg 768w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-03-1536x700.jpg 1536w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-03.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n<div class=\"wp-block-custom-chromatogram-article-top\"><div class=\"chromatogram-article-placeholder\"><div class=\"figure-heading\"><strong>Abbildung 4:\u00a0<\/strong>Beispiel f\u00fcr die Zeitsteuerung der Schritte bei der Methodenentwicklung f\u00fcr die In-Line Sample Preparation<\/div><div class='chromatogram-article-inner-full'><div class=\"chromatogram-article-inner\">\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"594\" src=\"https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/\/figure-article-FSAR3550-04-1024x594.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20119\" title=\"-\" srcset=\"https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-04-1024x594.jpg 1024w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-04-300x174.jpg 300w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-04-768x445.jpg 768w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-04-1536x891.jpg 1536w, https:\/\/discover.restek.com\/wp-content\/uploads\/figure-article-FSAR3550-04.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schritt 3: Methodenaktualisierung \u2013 Hinzuf\u00fcgen von ILSP-Methodenschritten zu einer bestehenden Analysemethode<\/h3>\n\n\n\n<p>In diesem letzten Schritt werden die in den Schritten 1 und 2 gesammelten Informationen verwendet, um die entsprechenden zeitgesteuerten Ereignisse in eine bestehende Analysemethode zu integrieren. Abbildung 4 ist ein Beispiel daf\u00fcr, wo neue Schritte in eine typische HPLC-Gradientenmethode eingef\u00fcgt werden k\u00f6nnten. Ein Beispiel f\u00fcr den Prozess der Methodenentwicklung f\u00fcr die In-Line Sample Preparation f\u00fcr einen bestehenden Assay auf Pestizide in Lebensmitteln ist in Tabelle I dargestellt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Tabelle I: Beispiel f\u00fcr den Prozess der Methodenentwicklung f\u00fcr die In-Line Sample Preparation f\u00fcr einen bestehenden Assay auf Pestizide in Lebensmitteln<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td colspan=\"3\"><strong>Tabelle der urspr\u00fcnglichen Chromatografie-Schritte:<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>Zeit (min)<\/strong><\/td><td><strong>%B Zusammensetzung der mobilen Phase<\/strong><\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>0<\/td><td>5<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>2<\/td><td>60<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>4<\/td><td>75<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>6<\/td><td>100<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>7<\/td><td>100<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>7.01<\/td><td>5<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>9<\/td><td>Stop<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>W\u00e4hrend der ILSP-Methodenentwicklung bestimmte Werte:<\/strong><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>Schritt 1:<\/strong><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>Zeit, um den letzten Analyten aus der ILSP-Kartusche zu eluieren = 4.6 min<\/strong><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>Hinzuf\u00fcgen eines zus\u00e4tzlichen \u201eZeitpuffers\u201c, um den vollst\u00e4ndigen Transfer der letzten eluierenden Verbindung zu gew\u00e4hrleisten = 0.3 min<\/strong><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>Zeit, um das Ventil in die ILSP-Sp\u00fclposition umzuschalten (Summe der obigen Werte) = 4.9 min<\/strong><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>Schritt 2:<\/strong><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>Zusammensetzung des Sp\u00fcll\u00f6semittels = 2 mM Ammoniumformiat und 0.1% Ameisens\u00e4ure in Methanol<\/strong><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>Sp\u00fcll\u00f6semittel-Flussrate: &nbsp; &nbsp;1 mL\/min<\/strong><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>Zeit, um die letzten \u00fcberwachten Matrixkomponenten aus der ILSP-Kartusche zu eluieren = 0.6 min<\/strong><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>Hinzuf\u00fcgen eines zus\u00e4tzlichen \u201eZeitpuffers\u201c, um Schwankungen in der Retention eingeschlossener Matrixkomponenten Rechnung zu tragen = 0.4 min<\/strong><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>Gesamtzeit zur Sp\u00fclung der ILSP-Kartusche = 1.0 min<\/strong><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>Hinweis: Keine \u00c4nderung der Zusammensetzung des Sp\u00fcll\u00f6semittels oder der Flussrate erforderlich.<\/strong><\/td><\/tr><tr><td colspan=\"3\"><strong>Tabelle der aktualisierten Chromatografie-Schritte:<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>Zeit (min)<\/strong><\/td><td><strong>%B &nbsp;Zusammensetzung der mobilen Phase<\/strong><\/td><td><strong>Schritt<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>0<\/td><td>5<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>2<\/td><td>60<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>4<\/td><td>75<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>4.9<\/td><td>&#8211;<\/td><td>Ventilumschaltung zur ILSP-Sp\u00fclposition (siehe Abbildung 4).<\/td><\/tr><tr><td>4.92<\/td><td>&#8211;<\/td><td>Flussrate des ILSP-Sp\u00fcll\u00f6semittels auf 1 mL\/min einstellen (Pumpe C).<\/td><\/tr><tr><td>5.92<\/td><td>&#8211;<\/td><td>Fluss des ILSP-Sp\u00fcll\u00f6semittels abstellen, um L\u00f6semittel zu sparen (Pumpe C).<\/td><\/tr><tr><td>6<\/td><td>100<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>7<\/td><td>100<\/td><td>Alle Verbindungen wurden zu diesem Zeitpunkt aus der analytischen S\u00e4ule eluiert.<\/td><\/tr><tr><td>7.01<\/td><td>5<\/td><td>Zur \u00c4quilibrierung der S\u00e4ule anf\u00e4ngliche Bedingungen f\u00fcr die mobile Phase wiederherstellen.<\/td><\/tr><tr><td>7.05<\/td><td>&#8211;<\/td><td>Ventilumschaltung auf die Position \u201eBeladung der analytischen S\u00e4ule\u201c, um die \u00c4quilibrierung der ILSP-Kartusche zu erm\u00f6glichen.*<\/td><\/tr><tr><td>9<\/td><td>Stopp<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>*Es wird empfohlen, bis zu diesem Zeitpunkt mit der Ventilumschaltung zu warten, um m\u00f6gliche St\u00f6rungen der Basislinie w\u00e4hrend der analytischen Trennung infolge der Ventilumschaltung zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wartung und Fehlersuche<\/h2>\n\n\n\n<p>Die meisten Probleme, die bei der In-Line-Probenvorbereitung auftreten, lassen sich mit grundlegenden Kenntnissen \u00fcber die Matrix und die Methode vermeiden oder beheben. In einem ersten Schritt sollten matrixspezifische Ionen identifiziert werden, indem die Precursor-Scandaten eines extrahierten Matrix-Blanks und eines extrahierten Extraktionsl\u00f6semittel-Blanks verglichen werden. Nach der Bestimmung der matrixspezifischen Ionen k\u00f6nnen diese in die Analysemethode eingegeben und im SIM-Modus \u00fcberwacht werden. Damit steht ein wertvolles diagnostisches Werkzeug zur Verf\u00fcgung, das sich bei der Fehlersuche von Leistungsproblemen verwenden l\u00e4sst, um zu entscheiden, ob ein Problem mit langlebigen Matrixverunreinigungen vorliegt. L\u00f6sungen f\u00fcr h\u00e4ufig auftretende Fehlersuchszenarien sind in Tabelle II aufgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem Ansatz der Methodenentwicklung f\u00fcr die In -Line Sample Preparation und dem Wissen, wie man mit eventuell auftretenden Problemen umgeht, k\u00f6nnen Laboratorien ihre bestehenden Methoden mit Zuversicht um ILSP erweitern und ihren Probendurchsatz erheblich steigern.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Tabelle II: L\u00f6sungen f\u00fcr die ILSP-Fehlersuche<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Symptom<\/strong><\/td><td><strong>Potenzielle Ursache<\/strong><\/td><td><strong>Abhilfema\u00dfnahme<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>Missing Late Eluting Peaks<\/strong><\/td><td>Beladung der analytischen S\u00e4ule zum falschen Zeitpunkt eingestellt<\/td><td>Zur S\u00e4ulenbeladung erforderliche Zeit verl\u00e4ngern.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Missing Peaks<\/strong><\/td><td>MRM-Fenster falsch eingestellt<\/td><td>Das Hinzuf\u00fcgen der ILSP-Kartusche kann die Retentionszeit geringf\u00fcgig ver\u00e4ndern, so dass die MRM-Fenster aktualisiert werden m\u00fcssen.<\/td><\/tr><tr><td rowspan=\"2\"><strong>Broad\/Distorted Peak Shapes for Early-Eluting Analytes<\/strong><\/td><td>Falsches L\u00f6semittel f\u00fcr die Nadelsp\u00fclung<\/td><td>Bei Verwendung eines starken L\u00f6semittels f\u00fcr die interne Nadelsp\u00fclung sicherstellen, dass mit einem schwachen L\u00f6semittel (anf\u00e4ngliche Zusammensetzung der mobilen Phase) nachgesp\u00fclt wird, um Bandenverbreiterung zu vermeiden.<\/td><\/tr><tr><td>Falsches Probenl\u00f6semittel<\/td><td>F\u00fcr haupts\u00e4chlich in Acetonitril oder Methanol gel\u00f6ste Proben das Injektionsvolumen reduzieren, um Bandenverbreiterung zu vermeiden.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Peak Distortion\/Baseline Disturbance<\/strong><\/td><td>Interne Nadelsp\u00fclung kann Basislinienst\u00f6rungen verursachen, die die Peakform beeinflussen k\u00f6nnen<\/td><td>Interne Nadelsp\u00fclung einleiten, sobald alle Analyten aus der analytischen S\u00e4ule eluiert worden sind.<\/td><\/tr><tr><td rowspan=\"2\"><strong>Poor Analyte Recovery<\/strong><\/td><td>Matrixverschleppung aus dem Autosampler<\/td><td>Interne Nadelsp\u00fclung mit einem L\u00f6semittel optimieren, das die Matrix aufl\u00f6st.<\/td><\/tr><tr><td>Unzureichendes Waschen der ILSP-Kartusche<\/td><td>Waschl\u00f6semittel optimieren, um die wesentlichen Matrixkomponenten vollst\u00e4ndig zu entfernen.<\/td><\/tr><tr><td rowspan=\"2\"><strong>Matrix Peaks in Solvent Blank Injections (when monitored)<\/strong><\/td><td>Matrixverschleppung aus dem Autosampler<\/td><td>Interne Nadelsp\u00fclung mit einem L\u00f6semittel optimieren, das die Matrix aufl\u00f6st.<\/td><\/tr><tr><td>Unzureichendes Waschen der ILSP-Kartusche<\/td><td>Waschl\u00f6semittel optimieren, um die wesentlichen Matrixkomponenten vollst\u00e4ndig zu entfernen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Artikel wird untersucht, wie Inline-Sample-Preparation-Bedingungen festgelegt und in eine bestehende LC-Methode integriert werden k\u00f6nnen, um den Probendurchsatz zu erh\u00f6hen.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":7066,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_kad_blocks_custom_css":"","_kad_blocks_head_custom_js":"","_kad_blocks_body_custom_js":"","_kad_blocks_footer_custom_js":"","_kadence_starter_templates_imported_post":false,"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"footnotes":""},"categories":[787],"tags":[],"industries-application":[2236,2238],"post-badge":[],"resource-type":[],"product-library":[2481,2499],"resource-technique":[2326,2328,2363],"hf_cat_post":[650],"ppma_author":[414],"class_list":["post-43594","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","industries-application-lebensmittel-getranke","industries-application-lebensmittelsicherheit","product-library-flussigchromatographie-produkte","product-library-lc-saulen","resource-technique-flussigchromatografie","resource-technique-massenspektrometrie-ms","resource-technique-ms-ms-de"],"acf":[],"taxonomy_info":{"category":[{"value":787,"label":"Artikel"}],"industries-application":[{"value":2236,"label":"Lebensmittel &amp; 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